Hautnah | 26.07.2008 | 06:05
Deutschlands Stützpunkt in Ostasien – Auf Spurensuche im alten Tsingtau

China im ausgehenden 19. Jahrhundert: Das chinesische Kaiserreich schwächelt, an seinen Küsten setzen sich die Westmächte fest und richten koloniale Stützpunkte ein. China muss etwa Hongkong für 99 Jahre an Großbritannien abtreten, Shanghai teilen sich Franzosen, Briten und die USA. Auch das deutsche Kaiserreich liebäugelt zu dieser Zeit mit der Idee eines Stützpunktes in Ostasien.
Als 1897 zwei deutsche Missionare in der Provinz Shandung, rund 800 Kilometer von Peking entfernt, ermordet werden, lässt der Deutsche Kaiser dort kurzerhand die Bucht von Qingdao besetzen, einem kleinen Fischerdorf am Gelben Meer. Ein Jahr später pressen die Deutschen China per Vertrag das Recht ab, die Bucht und die umliegende Region für 99 Jahre zu pachten. Aus dem Namen Qingdao machen sie das deutsche Tsingtau und beginnen kurz darauf mit dem Bau einer Musterkolonie. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 nahmen jedoch die Japaner die Stadt ein, und 1922 ging Qingdao schließlich wieder zurück an China.
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Segelregatta mit Algenteppich Das große Ereignis in diesem Sommer in der heutigen 3-Millionen-Metropole ist die olympische Segelregatta, auf die sich die Stadt fieberhaft vorbereitet. Ein Großereignis in Asien - bei dem ein Hauch europäisches Flair mitweht.
Eine Reportage von Silke Ballweg
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